Russisch
Egor ist ein Russe wie man ihn gerne hätte. Groß, kräftig, blaue Augen und einer Hand so groß wie die Tatze eines sibirischen Bärens. Kurz begrüßt, wichtige Informationen ausgetauscht und das wars dann mal. Kein small talk.
Thomas und Ilona sind da nicht viel anders, zwar Lette und Ukrainierin, aber letztendlich aus gleichem Holz. Stellt man eine Frage ist es nicht so sicher eine Antwort zu bekommen oder überhaupt eine Reaktion darauf. Was sie ausdrücklich schätzen, sind direkte Antworten mit Yes or No. Kommen da lange Erklärungen und das gewöhnliche Geplapper oder zu viele Fragen dazu, kann es schon passieren dass das Tagespensum an Fragen limitiert wird. Sind sie entnervt? Nein, einfach nur direkt. Trotzdem, es besteht in gewisser Weise ein Mangel an Informationen.
Ich bin aber schon dahintergekommen, wer der Russe hier ist. Er trägt nicht dick auf oder ist gar laut. Er ist durchaus freundlich und gefasst, ist nicht an Geplapper interessiert und pragmatisch. Wenn es bestimmt ist zu sein, dann wird es auch so sein, wenn nicht dann halt nicht. Wer am Fluss nicht nachkommt, bleibt halt zurück. Es wird ein extrem hohes Maß an Eigenverantwortung vorausgesetzt. Braucht jedoch wer im Wildwasser Hilfe wird kompetent und kompromisslos geholfen. So oder so, keine lange Erklärungen, weil es kommt so wie es kommt und spätestens dann sieht man es eh, wie es ist. Unsere üblichen Fragen wären: wann kommt wo was, und wer fährt vor oder hinten nach. Es gäbe stundenlange Einführungen und Kompetenzaufteilungen, zum Schluss darf sich jeder noch darüber äußern wie es einem damit geht. Hier: rein ins Wasser, ab die post und man wird schon sehen.
Ich finde das sympatisch. Ich bin ja nicht umsonst zu einem Viertel Russe. Keine versteckten Hinweise, kein Lesen zwischen den Zeilen, keine Befindlichkeiten und kein Zwang sich aktiv mit einbringen zu müssen. Kein Animationsprogram, der österreichische Tourismusverband wäre empört.
Thomas und Ilona sind da nicht viel anders, zwar Lette und Ukrainierin, aber letztendlich aus gleichem Holz. Stellt man eine Frage ist es nicht so sicher eine Antwort zu bekommen oder überhaupt eine Reaktion darauf. Was sie ausdrücklich schätzen, sind direkte Antworten mit Yes or No. Kommen da lange Erklärungen und das gewöhnliche Geplapper oder zu viele Fragen dazu, kann es schon passieren dass das Tagespensum an Fragen limitiert wird. Sind sie entnervt? Nein, einfach nur direkt. Trotzdem, es besteht in gewisser Weise ein Mangel an Informationen.
Ich bin aber schon dahintergekommen, wer der Russe hier ist. Er trägt nicht dick auf oder ist gar laut. Er ist durchaus freundlich und gefasst, ist nicht an Geplapper interessiert und pragmatisch. Wenn es bestimmt ist zu sein, dann wird es auch so sein, wenn nicht dann halt nicht. Wer am Fluss nicht nachkommt, bleibt halt zurück. Es wird ein extrem hohes Maß an Eigenverantwortung vorausgesetzt. Braucht jedoch wer im Wildwasser Hilfe wird kompetent und kompromisslos geholfen. So oder so, keine lange Erklärungen, weil es kommt so wie es kommt und spätestens dann sieht man es eh, wie es ist. Unsere üblichen Fragen wären: wann kommt wo was, und wer fährt vor oder hinten nach. Es gäbe stundenlange Einführungen und Kompetenzaufteilungen, zum Schluss darf sich jeder noch darüber äußern wie es einem damit geht. Hier: rein ins Wasser, ab die post und man wird schon sehen.
Ich finde das sympatisch. Ich bin ja nicht umsonst zu einem Viertel Russe. Keine versteckten Hinweise, kein Lesen zwischen den Zeilen, keine Befindlichkeiten und kein Zwang sich aktiv mit einbringen zu müssen. Kein Animationsprogram, der österreichische Tourismusverband wäre empört.



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