4000
Am Weg ins Hochtal des Naryn müssen wir über einen Pass. Endlos schraubt sich eine Schotterstraße nach oben. die Vegetation wird anders. Es erinnert an unsere alpinen Almen, denn bisher waren es endlose halbtrockene Grassteppen, die sanfte Landschaften gebildet haben, ganz so wie man es aus Bildern der Mongolei kennt. Auf fast 3000m Höhe bleiben wir stehen. Wir sammeln Brennholz, denn drüben gibt es nur Gras. Es ist inzwischen eiskalt. Die Sonne ist schon lange weg und dichte Wolken treiben dem schmalen Tal entlang. Schroff ragen steile Felswände an den Flanken nach oben. Bald beginnt es zu stürmen und zu schneien.
Wir erreichen auf über 3500m eine Hochebene. Der Schnee klebt einseitig vom Wind getrieben an den Steinen. Nur wenige Fahrzeuge kommen uns auf der Straße, die sich in eine Schlammpiste verwandelt hat entgegen. Auf 4000m haben wir den Pass erreicht und es kommt die Sonne wieder raus und gibt uns den Blick auf die Gipfel rundum frei. Der höchste von denen ist 5000m hoch.
So weit fahren wir nicht mehr um in ein weites Hochtal auf 3000m Höhe zu gelangen. Eine schier endlose Schotterebene wir an seinen Seiten durch hohe Gipfel gesäumt. Dies sind die Sommerweiden. Da und dort erkennt man Hütten oder Jurten aus denen dicker Rauch qualmt. Zum Heizen verwenden sie yakshit oder einfach Kuhfladen. Das Gras spielt alle Töne zwischen gold und tiefgrün. In der Mitte mäandriert frei in unzähligen Adern der große Naryn. Ein Schauspiel wie es sich bei uns in Europa abgespielt haben muss bevor der Mensch eingegriffen hat.



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